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Entstehung

Die Anfänge

Die Anlage der Eisenbahnfreunde entstand aus dem Wunsch, auf einer Modellbahn vorbildlich lange Züge fahren zu lassen – etwas, was sich auf den meisten Heimanlagen aus Platzgründen nicht realisieren lässt.

Mitte der achtziger Jahre überraschte Ernst Müller seine Mitstreiter mit einigen „im stillen Kämmerlein“ gebauten Anlagenteilen – der Anfang der Anlage war gemacht.

Zerlegbare und transportable Anlagen waren zu der Zeit noch selten. Da Normen für Modulübergänge noch in der Entwicklung waren, wurde noch nicht von variabel zu verbindenden Modulen, sondern von Anlagensegmenten mit fester Reihenfolge gesprochen.

Begeistert von den ersten Teilen, verständigten sich die Eisenbahnfreunde darauf, in dieser Form weiterzubauen. Wer wollte, konnte sich mit eigenen Teilen auf eigene Rechnung beteiligen. Vorgaben wurde auf ein notwendiges Minimum beschränkt: eine zweigleisige Hauptstrecke als Grundthema, Segmentbreite und -höhe, Lage der Schienenübergänge und Zweileitergleichstrom als Betriebssystem.

Nachdem einige Zeit in den heimischen Kellern verbracht worden war, wurden die bis dahin entstandenen Teile zusammengesetzt und die ersten Züge auf die Strecke geschickt. Um auf mehr Züge zugreifen zu können, entstand im nächsten Schritt ein offener Schattenbahnhof, welcher als Pool bezeichnet wird. Dieser war zwar kleiner als der heutige, hatte aber schon die gleichen Grundfunktion.

Aus den Erfahrungen der ersten Ausstellungen ergab sich die zwingende Notwendigkeit, eine Blockstellensteuerung einzubauen. Weiterhin war eine automatische Steuerung für den Pool erforderlich. Beides wurde von Clubmitglied Thomas Mäster entwickelt, gebaut und in Betrieb gesetzt. Um die Übersicht über die Anlage zu behalten, erfolgte der Einbau von Videokameras auf einigen Segmenten und der entsprechenden Monitore am Pool.

Die Anlage im Wandel

Waren die Anlageteile ursprünglich alle in Privatbesitz, hat sich dieses im Lauf der Jahre geändert. Durch den Tod des Vereinsgründers Ernst Müller gingen seine Module in den Vereinsbesitz über. Andere Module mussten ersetzt werden, da Mitglieder den Verein verlassen hatten. So entstand die Anlagenhälfte vom ehemaligen Bahnhof Eichenborn bis zum Weinberg neu. Bei dieser Gelegenheit wurde die Tiefe der Anlagenmodule auf 70 cm erhöht, um das Umfeld besser gestalten zu können.

Da der alte Pool mittlerweile störanfällig geworden war, wich er einem neuen Pool mit zusätzlichen Gleisen. Auch wurde jetzt auf Rocolinegleise mit Bettung gesetzt. Außerdem wurden zwei Zusatzmodule erstellt, um den Raum zwischen Weinberg und Nebenbahn zu vergrößern.

Die Anlagensegmente zwischen dem Pool, einschließlich der Nebenbahn zum Bahnhof Müllsen und dem ehemaligen Bahnhof Eichenborn waren die ältesten Teile der Anlage. Annähernd 20 Jahre Betrieb und rund 40 Ausstellungen waren nicht spurlos an ihnen vorbeigegangen. Die Eisenbahnfreunde mussten sich daher entschließen, diesen Teil der Anlage neu zu bauen. Die Grundthematik sollte auch auf den neuen Modulen erhalten bleiben: Der neue Bahnhof Laumannsbrück weist nun fünf Bahnsteiggleise auf und bietet Anbindungsmöglichkeiten für zwei Nebenbahnen. Zur Anlagenmitte hin wird wieder die Nebenbahn nach Dettingen und Reichelsheim angebunden. An einer zweiten Nebenstrecke ist auch das Kalkwerk und eine zweite Ebene des Pools angebunden. Anders als bisher sind im Bahnhof jetzt betriebliche Überholungen und eine Durchbindung der Nebenbahnen möglich.